Jubiläumsjahr der Erscheinungen von Lourdes!
Bei der neunten Erscheinung am 25. Februar 1858 bat die Dame Bernadette zur Quelle zu gehen, um zu trinken und sich dort zu waschen. Bernadette wollte Richtung Fluss «Gave» gehen, wurde aber von der Dame aufgefordert, in die Tiefe der Grotte zu gehen. Der Boden der Grotte war damals hart, steinig und voll Dreck, war es doch der Zufluchtsort der Schweine die sich dort aufhielten. Bernadette gräbt den Boden bis er zu Schlamm wird und versucht von den ersten Tropfen Wasser zu trinken, spuckt es mehrmals aus, bevor sie ein wenig trinken konnte.
Alle Anwesenden waren erstaunt. Sie hofften ein Kind in Ekstase zu sehen; statt dessen sehen sie ein Mädchen, das auf den Knien herumrutscht, sich mit Dreck verschmiert und Gras isst. Die meisten Leute gehen weg und glaubten erst nicht mehr an die Erscheinungen. Am nächsten Tag fliesst aus dem Schlamm schon ein dünner Faden Wasser, und drei Tage spater fliesst das Wasser so reichlich, dass die Leute anfangen daraus zu schöpfen und sich das Gesicht zu waschen. Das Vertrauen an die Erscheinungen und an Bernadette wird wieder gestärkt. Die in der Gegend von Lourdes wohnende Cathrine Latapie taucht ihren gelähmten Arm in die Quelle und wird geheilt. Das ist das erste von vielen darauffolgenden Wundern. Wir erinnern uns auch an das anerkannte Wunder von Bruder Leo Schwager. Aber die wichtigsten Heilungen sind die der Herzen und der Seelen, die in den Bädern so zahlreich geschehen. Wir haben es alle nötig unsere Herzen zu heilen. Der Gesichtsausdruck und die Tränen der Rührung nach dem Bad bestätigen zu oft, was während dem Eintauchen ins Wasser im innersten die Herzen und Gewissen bewegen.
Hören wir zur 150 Jahrfeier die Botschaft unserer lieben Frau von Lourdes: „Gehe zur Quelle trinke daraus und wasche dich dort!„ Wie damals an Bernadette, so ist die selbe Botschaft heute an uns gerichtet. Jesus stieg hinunter ins Wasser des Jordan um sich von Johannes taufen zu lassen. So wollen wir in Erinnerung an unsere Taufe ins Wasser der Piscinen steigen um uns heilen und reinigen zu lassen. Das Wasser der Grotte hat nur dann Heilkraft, wenn die Geste des Trinkens oder Waschens vom Glauben begleitet wird. Bernadette sagte zu Pfarrer Peyramale: „ Ich habe den Auftrag es Ihnen zu sagen, nicht aber, Sie zum Glauben zu bewegen.„
So wünsche ich allen ein segenreiches Jubiläumsjahr und eine schöne Wallfahrt.
Eine Pilgerin


